Schloss Weitra Festival
Schloss Weitra Festival 2026: Umjubelte Uraufführung von Lumpazivagabundus als musikalische Komödie
Weitra – Das Schloss Weitra Festival feiert heuer sein stolzes 20-jähriges Jubiläum und zelebriert diesen Meilenstein im historischen Schlosshof mit der Premiere und Uraufführung der Musikkomödie „Lumpazivagabundus“. Das Festival knüpft damit nahtlos an den Erfolg von „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ aus dem Vorjahr an. Das Publikum und die zahlreichen prominenten Gäste zeigen sich begeistert von dem bewährten Konzept, klassisches Sprechtheater von Johann Nestroy in schwungvolles Musiktheater zu verwandeln. Intendant und Autor Peter Hofbauer verbindet in dieser Produktion den bekannten Nestroy-Stoff mit den Melodien von Carl Michael Ziehrer, einem bedeutenden Komponisten der Wiener Unterhaltungsmusik.
Ein spielfreudiges Ensemble begeistert auf ganzer Linie
Das Ensemble sprüht nur so vor Energie und reißt das Publikum von der ersten Minute an emotional mit. Es ist eine wahre Sternstunde des Musiktheaters, bei der jede Künstlerin und jeder Künstler mit packendem Schauspiel und grandiosem Gesang eine absolute Glanzleistung abliefert.
Mittendrin erobert Martin Muliar als philosophisch angehauchter, astronomiebegeisterter Schuster Knieriem die Herzen des Publikums im Sturm. Mit seinem pointierten „Kometencouplet“ besingt er nicht nur den bevorstehenden Untergang der Welt , sondern knöpft sich mit bissigem Witz auch brandaktuelle Themen wie die Pleite eines bekannten Immobilienjongleurs sowie die Sorgen um das Gas vor – eine schauspielerische Meisterleistung, die vom Premierenpublikum mit frenetischem Applaus belohnt wird.
Florian Stanek gibt den Westentaschen-Casanova und Schneider Zwirn mit einer hinreißenden, gigerlhaften Leichtigkeit und begeistert im komödiantischen Sprachenchaos der „Blinde Kuh“-Szene. Mit unwiderstehlichem Charme, grandiosem Timing und elastischer Körpersprache macht er jeden Flirtversuch und jeden modischen Fehltritt seiner Figur zu einem absoluten Publikumsliebling.
Aris Sas berührt und amüsiert als liebeskranker, solider Tischler Leim, dessen stimmgewaltiges Erwachen aus dem Traum vom ehelichen Glück zu den musikalischen Höhepunkten des Abends zählt. Mit enormer Bühnenpräsenz balanciert er meisterhaft zwischen tragikomischem Herzschmerz und purer Lebensfreude, wobei seine feinfühlige Darstellung direkt ins Herz geht und für die großen emotionalen Glanzlichter des Abends sorgt.
Rock-’n’-Roll-Legende Andy Lee Lang überzeugt auf ganzer Linie als verschmitzter, anarchistischer Influencer der Wohlstandsverwahrlosten und zieht als Lumpazivagabundus höchstpersönlich alle Fäden des liederlichen Spiels. Mit seiner unnachahmlichen Lässigkeit, einem charmanten Augenzwinkern und gewaltiger Rock-’n’-Roll-Attitüde drückt er der Titelrolle seinen ganz persönlichen Stempel auf.
Nikolaus Raspotnik beweist enorme Wandlungsfähigkeit in seiner Doppelrolle als erhabener Feenkönig Stellaris sowie als bodenständiger Meister Hobelmann. Mit präziser Mimik und starker Bühnenpräsenz verleiht er beiden Charakteren eine ganz eigene, unverwechselbare Identität, die mal majestätisch-erhaben, mal humorvoll-streng wirkt.
Tania Golden als resolute Glücksgöttin Fortuna und Nazide Aylin als herrlich exzentrische Signora Palpitti liefern sich mitreißende Gesangsduelle. Tania Golden überzeugt dabei mit einer wunderbar charmanten Mischung aus göttlicher Eleganz und bodenständigem Wiener Dialektwandel, mit dem sie ihre Rolle sichtlich genießt. Nazide Aylin wiederum zieht als temperamentvolle Palpitti alle Register ihres komödiantischen Könnens und sorgt zudem in ihrer schrulligen Doppelrolle als Köchin im Gasthaus „Das liederliche Kleeblatt“ für lautstarke Lacher im Publikum.
Birgit Scheibenreif als reizende Peppi, Michael Konicek in multiplen Rollen als Wirt, Strudl und Diener sowie Laura Luisa Hat als Anni, Amalie und Laura komplettieren dieses fabelhafte Ensemble, das von der schwungvollen Choreographie von Lisa Marie Rettenbacher perfekt in Szene gesetzt wird. Birgit Scheibenreif verleiht der treuen Tischlergattin eine erfrischende Natürlichkeit und punktet mit kristallklarem, herzerwärmendem Gesang. Michael Konicek zeigt sich als wahrer Verwandlungskünstler, der im fliegenden Wechsel zwischen dem geschäftstüchtigen Wirt und dem eifersüchtigen Strudl ein exzellentes komödiantisches Timing beweist. Laura Luisa Hat wirbelt mit unbändiger Energie durch ihre verschiedenen Frauenrollen und begeistert vor allem in den koketten Tanz- und Gesangsnummern.
Geniale musikalische Arrangements und visuelle Pracht
Ein besonderer Clou der Inszenierung von Peter Kratochvil liegt in der musikalischen Umsetzung. Florian Schäfer arrangiert die unsterblichen Tänze, Märsche und Operettenklänge C.M. Ziehrers kongenial, frisch und theaterwirksam neu. Die weltbekannten Motive aus „Wiener Madl’n“, „Wiener Bürger“, „Hereinspaziert“ und dem berühmten „Schönfeldmarsch“ treiben die Handlung dynamisch voran und verleihen dem Stück ein unwiderstehliches Tempo, das die Zuschauer von den Sitzen reißt.
Visuell umrahmt wird dieses Gesamtkunstwerk von den herausragenden Bühnenbild- und Kostümkreationen von Ilona Glöckel. Der historische Schlosshof wird durch eine clevere Raumaufteilung optimal genutzt, die mühelos zwischen der himmlischen Feenwelt auf wolkengleichen Podesten und der urigen, gemütlichen Wiener Gaststube wechselt. Die Kostüme spannen einen meisterhaften Bogen zwischen traditionellem Biedermeier-Gewand, funkelnden Feenroben und den schrillen, modernen Gigerl-Outfits des 21. Jahrhunderts.
Prominente Gästeschar feiert das Schloss Weitra Festival
Die Premiere lockt auch dieses Jahr das „Who is Who“ aus Kultur, Wirtschaft und Politik in das Waldviertel. Gemeinsam mit den enthusiastischen Zuschauern amüsieren sich unter anderem Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Intendant Peter Hofbauer mit Vera Russwurm, Shlomit Butbul, Martina Diesner-Wais, Manfred Distel, Monika Erb und Ernst Woller, Werner und Martina Fasslabend, Ernest Gabmann, Margit Göll, Johann & Rosa Golob, Helmut Kulhanek, Michael Lakner, Martin Lammerhuber, Bürgermeister Patrick Layr, Elfriede Maisetschläger, Christine Marek, Petra und Karl Zimmermann-Moser sowie der Gastgeber Johannes Prinz zu Fürstenberg.
Dieser „Lumpazivagabundus“ im Dreivierteltakt ist ein absolutes Must-See des Kultursommers 2026. Ein kluges Stück Volkstheater, das durch Witz, Tiefgang, grandiose Musik und ein spielfreudiges Ensemble restlos begeistert. Dank der riesigen Allwetter-Schirme im Schlosshof steht dem ungetrübten Theatervergnügen auch bei Regen nichts im Wege.
Das Team hinter dem Erfolg
Ein solches Meisterwerk wäre nicht möglich ohne das talentierte Team, das mit Leidenschaft und Hingabe an dieser Produktion gearbeitet hat:
Leading Team
- Buch / Intendanz: Peter Hofbauer
- Regie: Peter Kratochvil
- Musik: Florian Schäfer
- Choreographie: Lisa Marie Rettenbacher
- Kostüme & Bühne: Ilona Glöckel
Besetzung
- Knieriem: Martin Muliar
- Zwirn: Florian Stanek
- Leim: Aris Sas
- Lumpazi: Andy Lee Lang
- Palpitti: Nazide Aylin
- Fortuna: Tania Golden
- Peppi: Birgit Scheibenreif
- Hobelmann / Stellaris: Nikolaus Raspotnik
- Wirt / Strudl / Diener / Fee: Michael Konicek
- Anni / Amalie / Strudl / Laura: Laura Luisa Hat
Schloss Weitra Festival 2026
Lumpazivagabundus
Spielzeit: 03. Juli bis 02. August 2026
- Freitag: 19:30 Uhr
- Samstag: 15:00 Uhr und 19:30 Uhr
- Sonntag: 16:00 Uhr
(Hinweis: Das Wochenende vom 17. bis 19. Juli 2026 ist spielfrei.)
Dank der überdimensionalen Schirme im Schlosshof ist das Festival wetterunabhängig.
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